Antifa News 15.07.08

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Technische Störung - E-Mailadressänderung! PDF
Saturday, 12 July 2008
Technische Störung - E-Mailadressänderung!

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Rassisten zeigen Gesicht - Polizei überfordert PDF
Saturday, 12 July 2008
Rassisten zeigen Gesicht – Polizei überfordert

Als friedliches, antirassistisches Ereignis plante das Fanprojekt des „FC Carl Zeiss Jena“ ein Streetsoccerturnier auf dem Kantplatz in Apolda. Mit wem niemand rechnete, waren die 15 Neonazis der nationalsozialistischen „Apoldaer Aktionsgruppe“, die während der Veranstaltung am 4. Juli 2008 SpielerInnen und ZuschauerInnen bedrohten. In vorderster Front zeigten sich altbekannte Gesichter: so etwa der unverbesserliche Schläger Silvio Peters (ehemals Röppenack) [1], Fabian - Jungsturm - Kellermann [2] und Matthias Schrimpf [3]. Sie sprachen Drohungen aus, fotografierten die Anwesenden und ließen keinen Zweifel über den Sinn ihrer Bemühungen - wieder einmal sollte Angst verbreitet werden.

 

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NO LOVE FOR THE NATION PDF
Saturday, 12 July 2008
NO LOVE FOR THE NATION

Die Fußball-Europameisterschaft hat begonnen und noch bevor Deutschland seinen ersten "Sieg" gegen das Nachbarland Polen ausfocht, wählten die BürgerInnen Sachsens die extrem rechte NPD in all ihre Kreistage.

Ein "Europa der Vaterländer" erträumen sich die Neonazis und sehen es gern, wenn der nationale Taumel am Rande eines Sportereignisses fanatische Züge annimmt. Im ethnopluralistischen Geist [1] der NPD müsse vor der nationalen Revolution [2] zuallererst die kulturelle Hegemonie eines radikalen Nationalismus im "Volk" verankert sein. Nur so kann das "System" der Demokratie abgeschafft und ein völkischer Staat nach dem Führerprinzip [3] etabliert werden. Ein starker Nationalismus in allen Staaten würde zudem dabei helfen die "Ausländer" - der Quell allen Übels - aus Deutschland zu vertreiben und sie ihren "Volksgemeinschaften zuzuführen". [4] Bei all jenem Denken ist der mystische Glaube an die "organisch gewachsene Nation" immanent wichtig. Er ist der Grundstein einer vernuftsablehnenden, sich aus einer pseudobiologistischen Wissenschaft legitimierenden Gesellschaft. Jeder Glaube braucht eine feste Symbolik und was wäre hierfür besser geeignet als die Farben der Nation - egal wie sie heute daherkommen mögen.

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Serie der NS-Verherrlichung setzt sich fort PDF
Wednesday, 28 May 2008
Serie der NS-Verherrlichung setzt sich fort

Bereits zum zweiten Mal im Monat Mai verteilten Mitglieder der örtlichen Naziszene Flugblätter, die für einen Sozialen Nationalismus (Nationalsozialismus) werben. Auffällig ist der immer gleiche Stil der Hochglanzflyer. Nicht viele Druckereibetreiber gibt es in Thüringen, die eine solche Qualität kostengünstig für die Szene herstellen könnten. Apoldaer Nazis wurden von ZeugInnen beobachtet, wie sie Pakete mit Flugblättern vom Bahnhof aus Richtung Weimar nach Apolda transportierten. „Es gibt ganz klare Verdachtsmomente woher diese Druckschriften stammen. Entsprechende Hinweise sind bereits Anfang letzten Jahres an die Polizeidienststellen weitergeleitet worden.“, konstatiert Pressesprecherin Leonie Sander von der Antifaschistischen Gruppe Apolda und ist der Meinung: „Es liegt leider an den Behörden zu entscheiden, wann dieser Spuk endlich aufhört.“
Immer wieder kam es zur Verteilung von NS-Propagandamaterial in Apolda. Sei es, um den Kriegsverbrecher Rudolf Heß zu ehren oder die Befreiung vom Nationalsozialismus als völkerrechtswidrigen Akt zu deklarieren. „In welchen politischen Erbe diese Personen stehen und was der Inhalt ihres Denkens ist, daraus machen sie nicht einmal einen Hehl. Wer vom Sozialen Nationalismus spricht, der meint Nationalsozialismus, da gehört nicht viel Fantasie dazu. Zudem werben sie öffentlich für eine nationale Volksgemeinschaft, die zur Zeit des NS als Begründung zum Überfall auf andere Länder und zur Vernichtung so genannter Volksfeinde diente,“ so Sander.

"Es ist ein Paradoxon, politische Freiheit zu fordern, dabei immer wieder auf die nationale Tränendrüse zu drücken, sich zum völkischen Märtyrer zu stilisieren und im gleichen Atemzug eine nationale Volksgemeinschaft zu fordern, in der sich das Individuum bedingungslos unterzuordnen hat. Wer auf so etwas hereinfällt - sich durch derart plumpe Propaganda instrumentalisieren lässt, der weiß leider recht wenig über historische Prozesse", erklärt Leonie Sander in ihrer Stellungsnahme zu den jüngsten Ereignissen.

Im folgenden möchten wir etwas näher auf das System der "Volksgemeinschaft" eingehen und verdeutlichen, auf welche Weise sie der persönlichen Unfreiheit bedingt und auf welche Art das Individuum damit zum „Sklaven des NS-Systems“ (Achtung Naziterminologie, die normalerweise mit "Systemsklave" die Anhänger der Demokratie meint) wird.

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Zeitzeugengespräch zum NS-Jugendwiderstand PDF
Thursday, 15 May 2008
Zeitzeuge Heinz Koch im Gespräch - Im Anschluss der Film "Edelweißpiraten"

In Apolda bietet sich am 16.05.2008 im Rahmen der Ausstellung „Von Navajos und Edelweißpiraten – unangepasstes Jugendverhalten in Köln zwischen 1933 und 1945“ die Möglichkeit, dem Zeitzeugen Heinz Koch ab 18 Uhr in der Literaturweinstube im Gespräch zu begegnen. Im Anschluss zeigt das Filmbüro Kromsdorf den Film „Edelweißpiraten“.

16.05.08 - Zeitzeugengespräch: Jugendwiderstand im Nationalsozialismus

Erneut Propagandadelikte in Apolda PDF
Thursday, 15 May 2008
„Alle 25 Minuten eine rechtsextreme Straftat“ - Erneut Propagandadelikte in Apolda

„Alle 25 Minuten eine rechtsextreme Straftat“ titelte die TAZ am 14.05.2008. Bis März meldeten die Polizeibehörden laut Bundesregierung die höchste Zahl rechtsextremer Straftaten seit sechs Jahren. Insgesamt sind bundesweit 1.311 rechtsextreme und fremdenfeindliche Zwischenfälle bekannt geworden - darunten waren 72 Gewalttaten und 952 Propagandadelikte. An die Öffentlichkeit kamen die Zahlen durch eine parlamentarische Anfrage der Linken. "Im bundesweiten Schnitt werden stündlich zweieinhalb Straf- und täglich zweieinhalb Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund registriert." konstatiert der Chef des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke. Petra Pau – Abgeordnete der Linken – machte deutlich, dass es sich bei den Zahlen allein um die bekannt gewordenen beziehungsweise registrierten Straftaten handelt, die Dunkelziffer läge weitaus höher.

Unterdessen tauchten in Apolda erneut Flugblätter mit nationalsozialistischen Inhalten auf. Auf ihnen ist als Urheber eine Gruppe namens „Nationale Sozialisten AGAP“ verzeichnet. Seit Februar 2008 arbeiten die Apoldaer Neonazis mit dem Kürzel der Antifaschistischen-Gruppe-Apolda. So war auch auf den Schmierereien vom 8. Mai – dem „Tag der Befreiung“ - das Kürzel „NS AGAP“ zu lesen. Allein auf dem Marktplatz fanden sich 50 gesprühte Bekenntnisse zum Nationalsozialismus. Der Inhalt stellt die Befreiung von der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie durch die Alliierten in Frage und tritt somit die Millionen Opfer des von Deutschland begonnenen Krieges mit Füßen.

 

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Hilfe für Opfer rechtsextremer Angriffe PDF
Tuesday, 06 May 2008
Hilfe für Opfer rechtsextremer Angriffe am 1. Mai

Das Internetportal gegen Rechtsextremismus "Mut gegen rechte Gewalt" rät allen Betroffenen von Übergriffen am 1. Mai sich an die Opfer-Beratungsstelle ihrer Umgebung zu wenden:

Am 1. Mai 2008 kam es nicht nur in Hamburg, sondern auch in einer Reihe von anderen Bundesländern zu Angriffen von Neonazis auf vermeintlich linke und alternative Jugendliche. Nun bieten Beratungsprojekte ihre Hilfe an und bitten die Opfer, sich zu melden.

Unter der neuen Adresse www.online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de/ lassen sich Beratungsstellen in allen Regionen des Landes finden.

 

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Alle Jahre wieder: Rechtsextreme Gewalt am "Vatertag" PDF
Saturday, 03 May 2008
Alle Jahre wieder: Rechtsextreme Gewalt am „Vatertag“

Allzuoft schlägt der dumpfe Rausch des Bieres in physische Gewalt um. Vor allem am so genannten „Vatertag“ kommt es immer wieder zu regelrechten Gewaltexzessen. Weit verbreitete Resentiments treten offen zu Tage, die Betroffenen sind meistens Angehörige von Minderheiten: MigrantInnen oder alternative Jugendliche. Im Jahre 2006 überfiel eine Gruppe bekannter Rechtsextremisten drei Migranten mit schwarzer Hautfarbe in Weimar. Vor Gericht verantworten mussten sich für jene Tat kürzlich die vorbestraften Apoldaer Nazis Thomas Wölfel und Maik Lieschke. [1] Verurteilt wurden beide zu Freiheitsstrafen. Auch im Jahre 2007 berichtete ein Indymediabeitrag – wie in den Jahren zuvor - von einer Welle der Gewalt gegen linke Einrichtungen und MigrantInnen am „Vatertag“.
2008 gab es in Apolda mehrere Ausbrüche rechtsextremer Gewalt. Gegen Abend griffen sieben Männer einen Migranten an. Die Angreifer verletzten zudem einen zu Hilfe eilenden Freund des Betroffenen. Zu den Schlägen und Tritten kam eine Verletzung durch eine Bierflasche hinzu. Diese schlugen die Männer einem der beiden über den Kopf.
In Oberroßla spielte sich ein weiterer Zwischenfall ab. Am frühen Abend attackierten dort 20 Rechtsextreme feiernde Anwohner. Ein Oberroßlaer soll hier ebenfalls durch den Schlag mit einer Flasche im Gesicht verletzt worden sein. Als die Polizei eintraf, leistete die Gruppe der Nazis Widerstand, woraufhin auch ein Polizist Verletzungen erlitt. Fünf Personen der extrem rechten Szene wurden festgenommen. [2]

 

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Micha, mein Micha... PDF
Sunday, 27 April 2008
Micha, mein Micha... - Funk organisiert Propagandaaktion in Apoldas Innenstadt

Schwer beladen verlassen Mitglieder der extrem rechten Szene Apoldas den Zug aus Richtung Weimar. Deutlich zu erkennen ist Michael Funk. Er wurde erst kürzlich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Wenig später offenbart sich an der Marktpassage der Zweck jenen Treibens. Vermummte Nazis werfen hunderte Flugblätter vom Dach des Einkaufszentrums.
Funk sitzt unterdessen vermeintlich unbeobachtet in einer benachbarten Pizzeria. ZeugInnen sahen ihn dort ebenso wie zuvor am Bahnhof. Positive Einsichten aus den Folgen seiner kriminellen Karriere zieht Funk offenbar nicht - sein Name steht nun wieder in Verbindung mit Ermittlungen der Polizei, denn die Kripo prüft derzeit den Inhalt des Propagandamaterials. Seine elterliche Wohnung hat er mittlerweile verlassen. Ob dies auf Wunsch seiner einstigen Erziehungsberechtigten aufgrund einer befürchteten Schädigung ihres Ansehens geschah, bleibt Spekulation – ist jedoch angesichts der häufigen Erwähnung in diversen Veröffentlichung mit thematischem Bezug zur extrem rechten Szene wahrscheinlich.
Sein Umzug nach Weimar kann Funk selbst jedoch nicht vor Aufklärungen über seine Person schützen. Der Wohnortwechsel allein wird seinem Bekanntheitsgrad als rechtsextremen Gewalttäter und Agitator keinen Abbruch tun. Solange er weiterhin offensiv nationalsozialistische Wertvorstellungen vertritt – zuletzt geschehen für ein NPD Werbevideo anlässlich einer Demonstration am 5. April in Weimar – wird sein Name nicht aus dem öffentlichen Raum verschwinden.

Rechtsextremer Übergriff auf Grüne Jugend PDF
Tuesday, 18 March 2008
Rechtsextremer Übergriff nach Mitgliederversammlung der Grünen Jugend in Apolda

In den Abendstunden des 14. März kam es nach einer Versammlung der Grünen Jugend zum Thema "Strategien gegen Rechtsextremismus" zu einem rechtsextremem Übergriff. Sechs Mitglieder der Jugendorganisation trafen gegen 23:30Uhr an der Heidenberg Straße auf zwei aggressiv auftretende Nazis. Ein stämmiger Mann mit kurzen Haaren und rotem Pullover lief auf die Gruppe der Jugendlichen zu. Diese ergriffen die Flucht, nachdem der Rechtsextremist „Scheiß Antifa“ brüllte und eine Flasche nach ihnen warf. Die Flasche verfehlte ihr Ziel. Die anschließenden Tritte gegen einen jungen Mann allerdings nicht. Er konnte nicht schnell genug fliehen. Während der folgenden Auseinandersetzung hielt ein Fahrzeug. Das Opfer rechnete mit Hilfe, doch stattdessen stiegen zwei weitere, den Angreifern offenbar bekannte Personen aus dem Waagen. Ein Einschreiten war von dem hinzugekommenen Pärchen nicht zu erwarten. Dem Angegriffenem gelang es jedoch sich loszureißen. Er floh eine Straße weiter, in der ihm ein couragierter Anwohner den Zutritt ins Haus ermöglichte. Finden konnten die Angreifer ihr Opfer nun nicht mehr. Die alarmierte Polizei traf kurze Zeit später ein. Drei Personen konnten von den BeamtInnen gestellt werden. Eine Anzeige wurde gegen den Haupttäter aufgenommen – die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Bei den Angreifern soll es sich nicht um Jugendliche gehandelt haben. Vielmehr seien die Personen bereits Ende 20 gewesen – so die Aussage der Betroffenen. Einer der Beschuldigten soll ein verfassungswidriges Kennzeichen getragen haben. Unter den Angegriffenen befanden sich zum Großteil Minderjährige, die Jüngsten unter ihnen 12 und 15 Jahre alt.

Aufgrund der gehäuften Meldungen rechtsextremer Straftaten wählten die Jugendlichen für ihr Treffen die Stadt Apolda. Am Nachmittag machten sie auf das Problem mit einem Mahngang aufmerksam. In Höhe des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus verdeutlichte eine Anwohnerin ihren Standpunkt zum antifaschistischen Bemühen: Sie zeigte am offenem Fenster den Hitlergruß

(Mini-MP3-Player v2.2 (c) Ute Jacobi - unregistered version - Only Free for NonCommercial Website)
Das Problem hat einen Namen! Rechte Gewalt benennen! PDF
Thursday, 13 March 2008
Das Problem hat einen Namen! Rechte Gewalt benennen! Demo am 16.03.08

Nach dem Naziangriff auf das soziokulturelle Zentrum tut sich die lokale Presse wieder einmal schwer das Problem beim Namen zu nennen. So schreibt beispielsweise die TLZ in der Lokalausgabe vom 11.03., von einer Zuspitzung der Auseinandersetzungen zwischen links und rechts, anstatt klar zu benennen von wem in Weimar die Gewalt ausgeht. Weiterhin werden in der lokalen Presse unkommentiert die Stellungsnahmen der Polizei übernommen, für die der Angriff ein undurchschaubares, nebulöses Geschehen gewesen sei. Am Ende erscheint der brutale Naziangriff in der Weimarer Öffentlichkeit als eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Jugendbanden. (Siehe auch Artikel der Gruppe AGAP)

Dem wollen wir am Sonntag den 16.03. mit einer Demonstration etwas entgegensetzen: Der Angriff auf die Gerberstraße ging von Neonazis aus und hatte einen ideologischen Hintergrund. Die Gerberstraße, die sich für Flüchtlinge und Migrant_innen einsetzt, die kontinuierlich antifaschistische Arbeit leistet und Raum für eine alternative Kultur bietet, ist nicht nur Nazis aus Weimar seit langem ein Dorn im Auge. Desweiteren war der Angriff auf die Gerberstraße kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine kontinuierliche Zuspitzung rechter Gewalt in Weimar ein. Immer wieder werden alternative und linke Jugendliche von Nazis angepöbelt und angegriffen.

Wir wollen weiterhin die Gerberstraße als einen Freiraum nutzen, in dem wir keine Angst vor Nazis haben müssen. Dementsprechend werden wir diesen Freiraum verteidigen!

Wir solidarisieren uns zudem mit dem Sama-Café in Berlin, mit den Linken in Pößneck und mit dem Kulturhaus und dem Café Move Ya in Dortmund. Alle genannten Einrichtungen und Personen wurden in den vergangenen Wochen Opfer rechtsextremer Gewalt.

Demonstration am 16.03. in Weimar
“Rechte Gewalt benennen! Freiräume verteidigen!”

Treffpunkt: 14:00 Uhr Baudertplatz/Bahnhofsvorplatz

Radio Frei: Interview zum Naziangriff
Update - Chronik rechtsextremer Gewalt PDF
Tuesday, 11 March 2008
Update - wir haben unsere Chronik der rechtsextremen Straftaten in Apolda und Umland überarbeitet und für 2008 aktualisiert

Download als PDF Datei:


Die Zahl der Opfer rechtsextremer Gewalt in Apolda und Umland ist höher als hier in dieser Chronik dokumentiert. Es werden kaum Anzeigen gegen Neonazis gemacht – und wenn doch, werden diese aus Angst oder aufgrund von Drohungen zurückgezogen.

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Solidarität mit dem soziokulturellen Zentrum Gerberstraße PDF
Monday, 10 March 2008
Solidarität mit dem soziokulturellen Zentrum Gerberstraße: Nationalismus produziert Gewalt – immer und überall!

Noch nicht abgeschlossen sind die juristischen Nachwirkungen eines rassistischen Gewaltaktes am 25. Mai 2006 gegen drei Migranten, da ereignet sich erneut ein schwerer rechtsextremer Übergriff in Weimar unter mutmaßlicher „Beihilfe“ Apoldaer Neonazis.

Das soziokulturelle Zentrum Gerberstraße wurde am 8. März 2008 zum Ziel eines nächtlichen Überfalls.


Angriff des Nachts – Der Tathergang

Bereits vor dem eigentlichen Übergriff gab es die Warnung eines Besuchers, wonach sich eine Gruppe Nazis in der Nähe des Atriums versammle. Aus Vorsicht schlossen daraufhin die BesucherInnen die Türen der Gerberstraße 1 und 3.
Alles begann mit dem Auftauchen eines Provokateurs in direkter Nähe der Gerber. Er attackierte einen Gast auf dem Nachhauseweg. Die zu Hilfe eilenden BesucherInnen erkannten den Angreifer anhand von einschlägig rechtsextremer Kleidung als Neonazi („good night left side“, „hasta la vista antifaschista“ - prangerten auf Buttons und T-Shirt des Angreifers). Im Verlauf der Ereignisse legten die Helfer dem Rechstextremisten friedlich nahe die Umgebung zu verlassen. Dieser floh, während er laut rief: „Angriff!“. Das Handy an seinem Ohr verriet seine Ambition: Er war offensichtlich geschickt worden, um die Lage vor einem Angriff zu sondieren. Dieser Angriff ließ nicht lang auf sich warten. Die Kameraden warteten im Hinterhalt..
Es war kurz nach zwei Uhr als zirka 20 Nazis vor den Häusern für Soziokultur standen. Die Absicht der Rechtsextremen wurde schnell klar: Flaschen flogen gegen die Gebäude, Fahrräder kamen zu Schaden, Zaun und Tafel der Gerber 1 wurden aus ihren Verankerungen gerissen. Mit Hilfe der zerstörten Gegenstände versuchten die Angreifer die verriegelte Tür der Gerber 1 aufzustemmen.
Noch bevor die Nazis die Tür aufbrechen konnten, entschlossen sich BewohnerInnen und BersucherInnen zur aktiven Selbstverteidigung und traten auf die Straße. Nur so sahen sie den Schutz der Gäste gewährleistet. Eine handfeste Schlägerei entbrannte. Bewaffnet mit Totschlägern - womöglich erworben von Pohlmanns „Naziladen" in Schöndorf [1] – schlugen die Rechtsextremisten auf Personen ein (Zeugen wollen Pohlmann in der Tatnacht im Innenstadtbereich gesehen haben). Der Ansturm konnte zurückgedrängt werden. Die Nazis flohen kurze Zeit später. Die Bilanz des Angriffs: Zwei verletzte Gäste der Gerberstraße, die aufgrund von Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein Betroffener wurde nach eigener Aussage am Boden liegend mit Zaunslatten und Flaschen geschlagen.

Kurze Zeit später näherte sich eine größere Gruppe von zirka 30 Nazis abermals aus Richtung Atrium. Die Polizei, die erst eine halbe Stunde nach Verständigung eintraf, verhinderte eine erneute Konfrontation.
Die Beteiligung von bekannten Apoldaer Rechtsextremisten wird von mehreren ZeugInnen bestätigt. Verstrickungen beider Szenen zeigten sich in der Vergangenheit des öfteren. Ein Angriff von Apoldaer und Weimarer Nazis auf drei Migranten 2006 in Weimar wurde überregional bekannt. Zur Zeit werden Daten abgeglichen, um beteiligte Nazis am Übergriff vom 9. März 2008 zu identifizieren.

Später - am frühen Morgen - wurde eine 18-Jährige ebenfalls von Rechtsextremisten angegriffen. Die Betroffene wurde vom Fahrrad gezogen und getreten. [2]

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Hakenkreuze und Parolen - Ein Stadtspaziergang PDF
Friday, 08 February 2008
Hakenkreuze und Parolen – Ein Stadtspaziergang

Es ist Markt in Apolda. Gewohnheitsgemäß haben sich die BetreiberInnen der Verkaufsstände in Apoldas Mitte eingefunden. Für BesucherInnen bietet die Tiefgarage am Brauhof eine ideale Parkmöglichkeit. Der Weg führt durch die Schleiergasse. Blickfang ist das sanierte Rathaus. Doch die Symbole an der gelben Fassade des Gebäudes trüben die scheinbare Normalität der mitteldeutschen Kleinstadt. Es sind Hakenkreuze. Hinweisen zufolge befinden sie sich bereits seit Tagen dort, obwohl die Kreideschmierereien leicht zu entfernen wären.

Vom Markt führt der Weg in die Fußgängerzone. Apolda macht einen verschlafenen Eindruck. Leerstehende Häuser säumen die Straßen. An Regenrinnen und Verkehrsschildern bunte Aufkleber. „Sozialer Nationalismus“ steht auf ihnen. Die Meldungen der vergangenen Tage werden wach. Eine Unternehmerin wurde erneut das Ziel von rechtextremen Anschlägen. Es ging ebenfalls um Aufkleber, an ihren Scheiben – vor einiger Zeit waren es Steine.

Ein altes Kaufhaus taucht am unteren Ende des Platzes auf. Laut einer Veröffentlichung der Geschichtswerkstatt ein ehemals jüdisches Geschäft – ein Hinweis fehlt. Der Blick schweift zu einem Haus linker Hand: Einer Drogerie. „Anti-Antifa“ und „Good night left side“ steht dort geschrieben. Diesmal ist es keine Kreide, es handelt sich um schwarze Sprühfarbe. Antifaschistische Aktivität unerwünscht: Linke Einstellungen werden bekämpft. Es wächst das Gefühl der Beklommenheit und der Wunsch die Stadt zu verlassen.

Anmerkung vom 10.02.08:
Inzwischen berichteten die Tageszeitungen TA und TLZ vom Entfernen der Schmierereien am Rathaus. Bezweifelt werden kann die unmittelbare Reinigung durch die Stadtverwaltung. Zeugen berichteten, dass die Symbole bereits seit dem Wochenende zu sehen waren.

"Hass" und "Gewalt" - Erneute Störung des Faschingsumzuges PDF
Tuesday, 05 February 2008
Hass und Gewalt – Rechtsextremisten stören auch in diesem Jahr den Faschingsumzug in Apolda

„Krawall“ - das war auch in diesem Jahr wieder die Parole rechtsextremer Störer beim Faschingsumzug 2008 in Apolda. Nachdem es im Vorjahr zum Eklat kam, bei dem sich 40 Personen der extrem rechten Szene eine Straßeschlacht mit der Polizei lieferten, sollte dieses Ereignis offensichtlich eine Wiederholung finden. Bereits früh versammelten sich größere Gruppen von Nazis in der Innenstadt. Die Aufschriften ihrer T-Shirts machten ihre Absicht deutlich erkennbar „Kein Bock auf Karneval, Krawallfasching reloadet“, „Riot, Rebellion, Revolt Apolda 02.02.08“. Die Polizei nahm daraufhin 29 Personen in Gewahrsam. Um eine Wiederholung der Ereignisse des Vorjahres zu vermeiden, waren die Beamten verstärkt im Einsatz. Bereits das gesamte Jahr über schienen sich die örtlichen Nazis auf das „Event“ vorzubereiten. Sie trugen T-Shirts, welche die Ausschreitungen von 2007 glorifizierten und rühmten sich mit ihren Taten im Internet.

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"Vergesst sie nie!" - Gegen jeden Antisemitismus PDF
Tuesday, 05 February 2008
"Vergesst sie nie!" - Gegen jeden Antisemitismus

Über die Schändung eines ehemaligen jüdischen Wohnhauses in Apolda.

„Vergesst sie nie!“ - mahnt die Schrift auf dem Gedenkstein der von den Nationalsozialisten ermordeten Familie Prager. Was für Betroffenheit und Demut sorgen sollte, schürt offenbar auch alten Hass. Der Davidstern der Inschrift wurde in der Nacht vom 31.01. zum 01.02.2008 beschmiert. Dieser Schändung ging bereits ein Anschlag mit Backsteinen gegen das ehemalige jüdische Wohnhaus voraus. Um den Erhalt jenes Hauses bemüht sich ein Verein.[1]


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"Zug der Erinnerung": Der Opfer gedenken - die Zukunft gestalten! PDF
Sunday, 03 February 2008

Bericht über den "Zug der Erinnerung" in Apolda und dessen Begleitprogramm

Das Vorbereitungskommitee ist sehr dankbar, dass der „Zug der Erinnerung“ auch in Apolda hielt. Die erschreckenden Ereignisse in den vergangenen Jahren, zu denen brutale Übergriffe, Sachbeschädigungen und Einschüchterung von Seiten der örtlichen Naziszene gehören, machen ein Aufweichen der oftmals als bedrückend empfundenen „Angsträume“ notwendig – dieser Tag brachte uns diesem Ziel ein Stück näher. [1]

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DER ZUG DER ERINNERUNG kommt nach Apolda und Weimar PDF
Monday, 07 January 2008

DER ZUG DER ERINNERUNG kommt nach Apolda und Weimar

Er fährt durch ganz Deutschland bis nach Auschwitz, um mit einer Ausstellung an über drei Millionen in der Nazi-Zeit deportierte und ermordete Mitmenschen zu erinnern, ihrer zu gedenken und vor Faschismus, Rassismus und Antisemitismus zu warnen.

Mehr Informationen zum Zug der Erinnerung und zur bundesweiten Initiative unter:


Am Montag, dem 28.01. 2008 wird der Zug der Erinnerung in Apolda erwartet.
Das umfangreiche Begleitprogramm für Apolda und Weimar sowie aktuelle Änderungen findet ihr auf unserer Homepage:

AustauschschülerInnen von Nazis attackiert PDF
Tuesday, 11 December 2007

AustauschschülerInnen von Nazis attackiert

Eine Gruppe Jugendlicher, die sich überwiegend an dem renommierten „Auschwitzprojekt“ beteiligt, wurde am 23.11.07 beim Verlassen der Literaturweinstube in der Fußgängerzone von einem Mob angetrunkener Jugendlicher angegriffen. Das "Auschwitzprojekt" ist ein SchülerInnenaustausch (unter anderem mit dem Apoldaer Gymnasium Bergschule), der im Rahmen seiner Arbeit die Geschehnisse im Konzentrationslagers aufarbeitet. Ein Mitglied des BügerInnenbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimarer Land, das sich kurz vor der Tat in der Nähe aufhielt, beschrieb die Meute als ein Sammelsurium bekannter Rechtsextremisten. Trotz der Versicherung, dass man keinen Streit suche, schlugen einige dieser angetrunkenen Neonazis auf die SchülerInnen ein - zwei Mühlheimer, die zum Hauptziel wurden - mussten daraufhin im Krankenhaus ärztlich behandelt werden. [1]
Das Ereignis weckt in seiner Ursache Analogien zu den Vorkommnissen in Halberstadt, wo Angehörige des hiesigen Theaters aufgrund ihres „punkigen“ Aussehens von Neonazis schwer verletzt wurden. [2]
Im Fall Apolda traf die Polizei zügig ein, doch die Täter verschwanden in routinierter Schnelle - fast wie einstudiert - in alle Himmelsrichtungen. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.

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"Die NPD ist ein braunes Pack und eine Verbrecherbande" PDF
Monday, 03 December 2007
"Die NPD ist ein braunes Pack und eine Verbrecherbande"

Medienberichten zufolge erhob die NPD Anklage gegen den Nürnberger Stadtrat Arno Hamburger und den Musiker Konstantin Wecker. Grund ist der Ausspruch: "Die NPD ist ein braunes Pack und eine Verbrecherbande". Wecker zitierte Hamburger bei einem Konzert und forderte sein Publikum auf, es ihm im Chor gleichzutun – was bei den Anwesenden auf breite Zustimmung traf.

Aufgrund der Masse an vorbestraften NPD-Kadern und der unverblümten Sympathie zum NS-System trifft der oben genannte Satz vollkommen zu. Kein Grund zur Anklage! - meinen wir und schließen uns solidarisch dem Gesagten an.

Dem braunen Spuk ein Ende – stoppt die NPD-Verbrecherbande!

Geschichtsstunde... PDF
Tuesday, 20 November 2007

Geschichtsstunde -

Heute: Der von den Nationalsozialisten erdachte "Heldengedenktag"

Unsere Betrachtungen zum "Heldengedenktag" beziehen sich auf die Verteilung von Flugblättern im Stadtgebiet Apoldas. In dieser Schrift wird ein Brief eines deutschen Soldaten in Stalingrad und der letzte Wehrmachtsbericht vor Kriegsausgang zitiert. Mit Hilfe inhaltsloser Gefühlsduselei und der Wiedergabe einer leidensverlängernden Losung der NS-Führung wird der deutsche Opfermythos genährt und der Nationalsozialismus verherrlicht. Unsere geschichtliche Ausführung soll dieser Propaganda entgegenwirken.
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Rechtsextreme Gewalttaten nehmen zu PDF
Sunday, 18 November 2007
Rechtsextreme Gewalttaten nehmen zu – Vorgänge bei Ermittlungsbehörden fraglich

Nach einer Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) meldete die Bundesregierung 473 Opfer extrem rechter Gewalt – dies stellt eine Zunahme von 100 Übergriffen im Vergleich zum Vorjahr dar. Die Linke bezeichnete unterdessen die mangelnde Verfolgung der Täter als fragwürdig - bisher befinden sich nur 16 von ihnen in Untersuchungshaft. Die endgültigen Zahlen registrierter Gewalttaten – so das Innenministerium – werden erst am Jahresende vervollständigt, da in der Regel Fälle von der Polizei „nachgemeldet“ würden.
Die Zahl der antisemitischen Taten bleibt mit 716 in Anbetracht der wenigen in Deutschland lebenden Juden extrem hoch.
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Zug der Erinnerung / Trailer Video PDF
Sunday, 04 November 2007
Am 8. November wird der „Zug der Erinnerung“ in Frankfurt a.M. zur Fahrt durch die Bundesrepublik starten. Der Zug, der von einer Dampflok gezogen wird und aus mehreren Ausstellungswagen besteht, verkehrt auf der Strecke der früheren Deportationen der Reichsbahn. Dort steuert er die Heimatstädte der über 12.000 Kinder an, die zwischen 1940 und 1944 in die Vernichtungslager verschleppt wurden. Haltestationen nach Frankfurt a.M. sind Bahnhöfe in Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen. Insgesamt wird der „Zug der Erinnerung“ über 3000 Kilometer zurücklegen.
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Update - Chronik Rechtsextremer Gewalt PDF
Wednesday, 31 October 2007
Update - wir haben unsere Chronik der rechtsextremen Straftaten in Apolda und Umland überarbeitet und für 2007 aktualisiert

Download als PDF Datei:


Die Zahl der Opfer rechtsextremer Gewalt in Apolda und Umland ist viel höher als hier in dieser Chronik dokumentiert. Es werden kaum Anzeigen gegen die Neonazis gemacht – und wenn doch, werden diese zum Großteil aus Angst oder aufgrund von Drohungen wieder zurückgezogen.

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Neue Mailadresse / Vorratsdatenspeicherung / agap(at)riseup.net PDF
Saturday, 27 October 2007
Im Herbst 2007 wird ein Gesetz vom Bundestag verabschiedet, nachdem Verkehrsdaten von Telefonverbindungen (im Umfang der Einzelverbindungsnachweise auf Telefonrechnungen), Internetverbindungen (IP-Adressen der Inhalte und des Abrufenden), auf ähnliche Weise der Austausch von E-Mails und SMS-Nachrichten für ein halbes Jahr „auf Vorrat“ gespeichert werden sollen.
Wenngleich hierbei inhaltliche Aspekte der Kommunikation unangetastet bleiben, lässt sich so faktisch das gesamte elektronische Kommunikationsverhalten eines jeden Menschen analysieren. Die aktuellen Pläne zur Aufzeichnung von Informationen über die Kommunikation, Bewegung und Mediennutzung jedes Bürgers stellen die bislang größte Gefahr für unser Recht auf ein selbstbestimmtes und privates Leben dar.
Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich.
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Verteilerin revisionistischer Flugblätter verurteilt PDF
Wednesday, 24 October 2007

Verteilerin revisionistischer Flugblätter verurteilt – Ungenügende Ermittlungen und verhaltenes Interesse der Staatsanwaltschaft

Tausende Hochglanzflugblätter mit dem Titel "Vom Himmel kam die tödliche Befreiung“ verteilte die Kameradschaft Apolda Anfang Februar. Im Sinne des völkischen Opfermythos werteten die Rechtsextremen mit Hilfe der zivilen Kriegsopfer die Auswirkungen eines nationalsozialistischen Vernichtungskrieges um. Wir setzten uns bereits ausführlich in einer Stellungsnahme mit dieser Thematik auseinander - siehe: "Propaganda auf Kosten der Zivilbevölkerung“. [1]
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Drei Jahre Bewährung für Nachwuchskader PDF
Thursday, 18 October 2007

Der Apoldaer Zwiebelmarkt endete 2005 für zwei Jugendliche mit der stationären Aufnahme ins Krankenhaus. Grund war ein Übergriff von sechs Rechtsextremen. Diese zogen mit der Absicht nach Rache durch die Stadt, weil zuvor einer ihrer „Kameraden“ aufgrund eines Hakenkreuzes auf dem Pullover in eine gewaltsame Auseinandersetzung geriet.[1] Die Gewalt entlud sich an jungen Spätaussiedlern, wovon zwei schwere Kopfverletzungen davontrugen.

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Neu - AntifaNews PDF
Thursday, 11 October 2007

Ab jetzt gibt es auch bei agap.antifa.net jede Woche die Antifanews zum Online hören.

Neu

Der Player befindet sich ab jetzt auf der rechten Seite unserer Homepage. Die Antifa News werden dort regelmäßig aktualisiert zu hören sein.


Wie sagen danke an: http://www.freie-radios.net/

Kein Gedenken an Menschenrechtsverbrecher! PDF
Sunday, 19 August 2007

In der Nacht zum 18. August verteilte die Kameradschaft Apolda zum wiederholten Mal tausende Flugblätter im Stadtgebiet Apolda. Erneut wurde darin die Geschichte verfälscht und der Nationalsozialismus verherrlicht. Konkret ging es um den Kriegs- und Menschenrechtsverbrecher Rudolf Heß. Um die Huldigung des geistigen Vaters der Apoldaer Kameraden nicht unkommentiert zu lassen, möchten wir mit unserem Schreiben über diesen Mann der Wahrheit auf die Sprünge helfen.

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Update ! 29.09.2007 Antifa Info / Vernetzungsveranstaltung PDF
Saturday, 04 August 2007
Mit etwa 25 Übergriffen im Jahr 2006 entwickelt sich Apolda zunehmend negativ in Richtung Platz 1. der rechtsradikalen Übergriffe u.a. rechter Gewalttaten. Die Dunkelziffer dürfte dabei mit Rechtsrockkonzerten, Propagandadelikten und nicht gemeldeten Übergriffen weitaus höher liegen.
Rechte Tendenzen finden sich heute überall: ob im Jugendclub, in der Schule oder an der Bushaltestelle. Parolen wie „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ sind schnell gesagt, aber oft schwierig zu widerlegen.
Vor allem das allgemeine Desinteresse der BürgerInnen muss endlich aufhören. Jedes Wort und jeder Hinweis, der zeigt, dass dir die Situation nicht egal ist, kann TäterInnen verunsichern und Übergriffe verhindern.
Nur durch Deine Mithilfe lässt sich die Sicherheit für alle Menschen hier gewährleisten. Auch du musst dich extrem rechten Äußerungen, Pöbeleien und Übergriffen nach deinen Möglichkeiten entgegenstellen.

Hinsehen, Eingreifen, Verhindern, Dokumentieren!

Im Rahmen der Kampagne „If the Kids are united …“ möchten wir antifaschistisch interessierte und engagierte Menschen am 29.09.2007 in Weimar, Gerberstraße 1, zu einer Info-/ Vernetzungsveranstaltung einladen.

Was erwartet euch:

  • Vortrag: "Das Konzept Antifa"
  • Vortrag: "Argumentationshilfe gegen Stammtischparolen"
  • Vortrag: "Rote Hilfe - Demo-Einmaleins"
  • Vortage: “Einführung Telefonketten“
  • anschließend gibt es Konzerte mit "Die Roten Ratten (Ska Punk)" und "RAFzahn (Punk Rock)"
Update
Wir haben an alle Interessierten, die sich bei uns angemeldet haben, per Mail eine Einladung verschickt. In dieser findet ihr neben dem geplanten Ablauf den genauen Zeitpunkt für den Beginn unserer Veranstaltung.

Wenn Ihr die Einladung nicht erhalten habt oder Euch noch anmelden möchtet, schreibt uns eine kurze Mail.

Hier geht´s zum Kontaktformular...
Werdet aktiv! Support your local Antifa! PDF
Wednesday, 20 June 2007


Das Weimarer Land ist eine provinzielle Region. Für viele junge Linke und Menschen, welche sich über emanzipatorische und alternative Subkulturen identifizieren, bedeutet der Alltag Stress mit Nazis. In Anbetracht einer Gesellschaft, die Individuellem/Neuem oft ablehnend oder gar feindlich gegenübersteht, fühlen sich diese jungen Menschen allein und hilflos. Ihre Fragen lauten oft:

Wo setze ich an? Wo beginnt der effektive Widerstand? Was kann ich als einzelneR UnorganisierteR leisten, wenn ich fernab von antifaschistischen Gruppen wohne und keine Möglichkeit habe zur nächsten aktiven Gruppe zu pendeln...?

Scheint die Sonne auch für Nazis? - Kameraden im Platzregen PDF
Tuesday, 19 June 2007

Dem täglichen Terror auf Apoldas Straßen folgt eine Propagandatour der extrem rechten NPD. Am 24.05.07 war es ein Familienfest, welches Apoldas BürgerInnen für die nationale Sache begeistern sollte. Dieses „Fest“ scheiterte jedoch am mangelndem Organisationstalent der Nazis. Doch bereits zwei Wochen später, am 09.06.07, zeigten sich drei braune Gestalten mit NPD-Sonnenschirm am Glockenhofcenter in Apolda Nord.

Soviel zu ihrem „Kampf um die Köpfe“. Der oben genannte Terror – „der Kampf um die Straße“ – geschieht unterdessen des Nachts. Glaser haben derzeit Hochkonjunktur in Apolda. So wurden mehrmals die Scheiben eines Döner-Imbisses, eines Bestattungsunternehmens und einer Zahnarztpraxis eingeschlagen. Doch nicht nur um Scheiben muss mensch sich sorgen. Regelmäßig kommt es zu Angriffen von Rechtsextremen. Der letzte Übergriff geschah Anfang Juni.
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Vierter Anschlag auf Geschäft von Apoldaer Antifaschistin PDF
Tuesday, 22 May 2007
Wir dokumentieren eine Pressemitteilung der “Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus” aus Weimar:

„Gegen Rechtsextremismus zu sein ist hier eine Gefahr für Leib und Leben“ - zum vierten Mal heimtückischer Anschlag auf Unternehmen einer Apoldaer Geschäftsfrau

„Gegen Rechtsextremismus zu sein ist hier eine Gefahr für Leib und Leben“, sagt die couragierte Unternehmerin und Stadträtin Sigrun H. aus Apolda, „die schmeißen meinem Bestattungsunternehmen zum vierten Mal die Scheiben ein, das ist pietätlos und zeigt wie sie die Würde von Lebenden und Toten mit Füßen treten.“

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Freitag der 13. - Stress mit Nazis – und wie soll es weiter gehen? PDF
Thursday, 10 May 2007

Das Jugendhaus Logo“ war in der Vergangenheit stets ein Ort, der nicht rechten Jugendlichen eine Rückzugsmöglichkeit bot. Seit geraumer Zeit zeichnete sich jedoch ab, dass Nazis diesen ehemals alternativen Freiraum unterwanderten.
Am 13. April dieses Jahres wurde der vorläufige Höhepunkt extrem rechter Okkupation erreicht. An die 40 Rechtsextremisten belagerten den Eingang des Jugendhauses und machten einen Zugang für nicht rechte Menschen unmöglich. Diese skandalöse Entwicklung vollzog sich nicht unbemerkt.

Diese skandalöse Entwicklung vollzog sich nicht unbemerkt. Immer wieder verwiesen wir als Antifa Gruppe auf die Problematik und Verantwortung, welche die Mitarbeiter ihren Gästen und der Gesellschaft gegenüber haben. Leider betrachteten die Betreiber unsere Kritik nicht konstruktiv – schnell wurden wir als „Problembenenner“ selbst zum Problem. Denn wenn eines in Apolda nicht erwünscht ist, dann ist es der Umstand, auf Missstände hinzuweisen.

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Apolda - Leben, Lachen, Kämpfen – Wir heulen nicht am der Tag der Befreiung PDF
Wednesday, 09 May 2007

“Für eine humane Gesellschaft kämpfen – gegen Nazis handeln.“

Dies war das Motto des antifaschistischen Mahngangs am Tag der Befreiung - dem 8. Mai. Die Zahl der TeilnehmerInnen lag bei über 200 Personen. Auf den Straßen Apoldas fand sich ein breites Spektrum ein, um ein Zeichen zu setzen – Apolda war und ist nicht braun!

Dass im Kampf für eine humane Gesellschaft der Kampf gegen Nazismus eine zentrale Rolle spielt, steht außer Frage. Ein nationalsozialistisches System ist unvereinbar mit einer Gesellschaft, deren Grundwerte auf Toleranz und Menschlichkeit beruhen.

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8. Mai Tag der Befreiung PDF
Sunday, 22 April 2007
Antifaschistische Demonstration gegen die Nazihegemonie in Apolda: Für eine humane Gesellschaft kämpfen – gegen Nazis handeln! 8. Mai – Tag der Befreiung, 17 Uhr Marktplatz

Der 08. Mai - Tag der Befreiung. Alfred Jodl, Generaloberst der Wehrmacht, unterzeichnete die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands. Heute, über 60 Jahre später, sprechen Rechtsextreme vom „Tag der Schande“, von „Befreiungslüge“ und „Schuldkult“. Sie akzeptieren das Ende eines Krieges nicht - eines Krieges, der 50 Millionen Menschen das Leben kostete.
Der historische Kontext wird verdreht - so sehen sich die Nazis als moralisch Anständige. Die Schuld am Beginn des Vernichtungskriegs münzen sie in einen Kriegszwang um. Den Zweiten Weltkrieg sehen sie als Präventivschlag gegen Stalin und den Bolschewismus, der das deutsche Volk schützen sollte. Nicht nur die Allmachtsfantasien und Eroberungspläne der Nazikader, sondern auch die Gräueltaten deutscher Soldaten werden völlig ausgeblendet. Von den Millionen unschuldigen Opfern in deutschen Internierungslagern, von den durch Arbeit zu Tode Geschindeten und von den in Gaskammern vernichteten Menschen sprechen sie nicht.
Am 8. Mai endeten diese Untaten endgültig. Europa wurde von der unerträglichen Last deutscher Barbarei befreit.

Doch was sind das für Menschen, die sich noch immer einer Ideologie zugehörig fühlen, die so viel Leid über Millionen brachte? Allen voran sind es Anhänger der NPD und so genannter freier Kameradschaften, die nach einem nationalen Sozialismus streben - jenem nationalen Sozialismus, der nichts anderes als Nationalsozialismus bedeutet!
Darum: Am 8. Mai in Apolda auf die Straße gehen um den Nazis, die hier Menschen terrorisieren, verprügeln und einschüchtern offensiv entzugegentreten! Es ist im Zusammenhang mit der antifaschistischen Demonstration und dem bunten Straßenfest mit Aktionen der Faschos zu rechnen, die ihre kulturelle Hegemonie bedroht sehen.
Kommt alle! Damals wie heute – Keine Verhandlungen mit Faschisten!

Infos zu gemeinsamen Anreisen – ask your local antifa oder www.antifa-aktion.info

Den Kern des Problems nicht erkannt PDF
Wednesday, 04 April 2007
Die Stadtoberen und die Polizei wollen sich in Zukunft um sichere Feste in Apolda bemühen. Das mag die Faschingsfreunde freuen, doch AntifaschistInnen und Kenner der rechtsextremen Szene können über diese Sicht der Dinge nur den Kopf schütteln. Denn der Kern des Problems wurde weder erkannt noch besprochen. Stattdessen üben sich Stadt und Polizei im Beseitigen von Symptomen.

Nicht Langeweile, Gewaltsucht oder übermäßiger Alkoholgenuss waren Hauptmotive der Ausschreitungen. Vielmehr liegt die Ursache vor allem in der extrem rechten Ideologie der Täter. Die rechte Szene traf sich und übte Zusammenhalt. Für ein paar Stunden hatten sie ihre nationalbefreite Zone. Für ein paar Stunden wurde ihr Traum Wirklichkeit – Apolda war braun.
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Erfurt - Was geht am 1. Mai ? PDF
Wednesday, 28 March 2007
Am 1.Mai wollen die Nazis um 14 Uhr ihre Demonstration unter dem Motto "Arbeit für Millionen, statt Profite für Millionäre" beginnen. Doch schon zwei Stunden vorher (12 Uhr) soll die Auftaktkundgebung beginnen. Vermutlich wollen die Nazis dadurch auch zeitlichen Spielraum wegen möglicher polizeilicher Vorkontrollen gewinnen.
Um 10 Uhr soll am Hirschgarten (Staatskanzlei) eine DGB-Demo unter dem Motto "Du hast mehr verdient" beginnen. Thüringer Gruppen aus der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel rufen zu einem "Wir wollen alles"-Block unter dem Motto "Wir wollen kein kleines Stück vom Kuchen - sondern die ganze Bäckerei" auf. Der Block wird sich später an der geplanten Antifademonstration beteiligen.
Um 12 Uhr (Auftaktkundgebung ab 11 Uhr) soll in der Erfurter Innenstadt eine Antifa-Demonstration beginnen. Da viele Plätze schon von Infoständen der Parteien (bzw. dem Bürgertisch Demokratie) belegt sind, laufen derzeit (Stand 18. März) noch die Verhandlungen über den Startpunkt der Afa-Demonstration. Sobald ein Auftaktkundgebungsort bekannt ist, werden wir ihn auf dieser Website bekanntgeben. Nach der Demonstration soll dezentral gegen den Naziaufmarsch in Erfurt vorgegangen werden.

Am Vorabend wird es im Besetzten Haus (Rudolstädter Straße) Pennplatzbörse und Infos geben.

Redebeitrag der AGAP zur Antifademo am 1.Mai 2007 in Erfurt


Webseiten:

Mobistuff:

Solidarität mit dem Ungdomshuset in Kopenhagen PDF
Thursday, 01 March 2007
Am 01. März wurde in den frühen Morgenstunden das seit 1981 besetzte Jugendhaus in Kopenhagen von Spezialeinheiten der Polizei geräumt. Der Staat ging mit aller Härte gegen die AktivistInnen vor. Mit an Kränen befestigten Containern verschafften sich die Staatsschläger zutritt zum Haus und zerstörten ein über 25 jähriges kulturelles Kleinod der Stadt.

Vor einigen Jahren verkaufte die Stadt Kopenhagen das Haus an eine christlich fundamentalistische Sekte. Zahlreiche Gerichtsverhandlungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Ansprüche der Sekte rechtskräftig sind. Eine erste Räumung des Hauses konnte verhindert werden. Tausende Demonstranten waren bereit das Haus zu verteidigen.

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Buntes Faschingstreiben vom braunen Ungeist gestört PDF
Tuesday, 20 February 2007
Seit einigen Jahren stören Rechtsextreme den Faschingsumzug in Apolda. Auch die Thüringer Allgemeine (TA) berichtete in diesem Zusammenhang von "Sieg Heil"-Rufen und Schlägereien. Vor allem der Marktplatz avancierte zum Treffpunkt der Neonazis. Am 17. Februar dieses Jahres kam es dort zum Eklat. Eine Gruppe von zirka 40 Rechtsextremen bedrängte anwesende BürgerInnen. Die Nazis zeigten sich gewaltbereit und bewarfen anschließend PolizistInnen mit Flaschen und Steinen. Obwohl nach einem TA-Bericht Vorkehrungen getroffen worden, hatte die Polizei die Siuation nicht unter Kontrolle. Erst nachdem aus Jena und Erfurt Verstärkung eintraf, erfolgte nach drei stündiger Auseinandersetzung die Räumung des Platzes. Die Bilanz des Tages: drei verletzte PolizistInnen, zehn verletzte Nazis und 17 vorübergehend Inhaftierte.
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Neonazis etablieren mit Hilfe der zivilen Verluste des Krieges ihren Opfermythos PDF
Wednesday, 14 February 2007

Propaganda auf Kosten der Zivilbevölkerung

In der Nacht vom 10. zum 11. Februar 2007 warf die Kameradschaft Apolda unzählige Hochglanzflyer in die Briefkästen der Apoldaer BürgerInnen. Der Inhalt dieser Schrift vermittelt ein zutiefst einseitiges und zugleich kurzsichtiges Geschichtsbild. Die Bombardierung der Stadt Dresden wird als Sinnbild alliierter Kriegsverbrechen stilisiert. Auf einer höchst emotionalen und geschichtsverfälschenden Art und Weise werden die Opfer der deutschen Zivilbevölkerung für gegenwärtige Nazipropaganda missbraucht.
Mit welchen primitiven Argumenten die Kameradschaft Apolda versucht, den Verlust menschlichen Lebens zu instrumentalisieren, verdeutlicht der folgende Abschnitt: „ [...] man [sollte] die Opfer niemals nur als Synonym, für eine blutige Nacht im Februar betrachten, sondern an das Kinderlachen denken, welches in dieser Nacht für immer verstummte [...]“. Außer acht gelassen wird in diesem Flugblatt der historische Kontext - nämlich dass die Kriegsschuld und somit die Schuld an den unzähligen Toten einzig und allein bei den Nationalsozialisten selbst liegt. Zudem werden historische Fakten verschwiegen und negiert.
In dem Flyer heißt es, dass Dresden keinerlei Bedeutung für die deutsche Kriegsführung besaß. So ist es aber nicht. Die Neonazis berufen sich auf die weit verbreiteten Theorie, dass die Bombardierung unnötig gewesen sei.

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Gewaltaufruf der apoldaer Nazis zum Gedenktag der Novemberpogrome PDF
Thursday, 16 November 2006

Gedenktag zur Reichspogromnacht beginnt mit rechtsextremer Hetze - Wie vor dem Hintergrund einer Aktion zur Ausstellung „11.000 Kinder“ die Apoldaer Nazis erneut ihr wahres Gesicht zeigen.

Der Gedenktag zur Reichspogromnacht begann in Apolda mit einer Ankündigung der örtlichen Naziszene zur Hatz auf AntifaschistInnen. Auf der Treppe des Bahnhofs war - in dutzende Hakenkreuze gerahmt - zu lesen: “Antifa hunting season 09.11.“ mit der Abkürzung G.N.L.S. - „good night left side“. Der Hintergrund war ein Infostand vor dem Bahnhof, der die Ausstellung „11.000 Kinder“ zeigte. Die örtliche Antifagruppe AGAP ließ sich trotz der Ankündigung, dass Jagd auf sie gemacht werden sollte, nicht von dem Vorhaben abbringen. Zusammen mit dem Aktionskomitee „Elftausendkinder Weimar“ und solidarischen AntifaschistInnen des Umlandes wurde der Infostand gegen 14:30 Uhr aufgebaut.

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Apolda - "Hegemonie von Rechts" PDF
Thursday, 22 June 2006

Aufgrund des Erstarkens neonazistischer Gruppierungen im Weimarer Land führte die Antifa Gruppe Apolda (AGAP) am 07. Juli eine Infoveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus im Blueskeller der Stadthalle durch. Martina Renner, Mitarbeiterin der PDS im Thüringer Landtag, referierte über rechtsextreme Strukturen und Vorgehensweisen. Wie notwendig diese Aufklärungsarbeit ist, zeigte sich zu Beginn der Veranstaltung, als circa 30 Rechtsextreme der "Kameradschaft" und des Jungsturms Apolda versuchten den Ablauf zu stören. Die Polizei versagte, trotz vorheriger Anmeldung der Veranstaltung, bei dem Versuch die Situation zu deeskalieren. Die zumeist jungen Gäste waren gezwungen, durch die Horde der Nazis zu laufen, um ins Innere des Gebäudes zu gelangen. Erst 1 ½ Stunden später gelang es der Bereitschaftspolizei Platzverweise durchzusetzen....
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Weimar - Brandanschlag auf autonomes Zentrum PDF
Wednesday, 10 May 2006

In der Nacht vom 22. zum 23. April bewarfen Unbekannte gegen 24:00 Uhr das autonome Jugendzentrum Gerberstraße 1, von der Seite des Hinterhofs, mit mehreren Moletow-Cocktails. Der Brand wurde rechtzeitig entdeckt und konnte schnell gelöscht werden, jedoch nur weil die Brandsätze nicht optimal brannten. Die Täter benutzten unter Anderem eine Mischung mit Speiseöl. Dieser Dummheit ist es wohl zu verdanken, dass keine größeren Schäden entstanden sind.
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Die Veranstaltung der JN zum Thema „Deutschland schütze deine Kinder“ PDF
Sunday, 02 April 2006

Apolda war nicht die erste Kleinstadt im Landkreis die in den letzten Wochen von der JN heimgesucht wurde. Bereits in Bad Berka und Magdala fanden Veranstaltungen unter dem Motto „Deutschland schütze deine Kinder“ statt. Bei diesen Auftritten forderten die geistigen Enkel der Verbrecherbanden des 3. Reiches, welche schreckliche Schandtaten an Kindern verübten, höhere Strafen f&u